Archiv für die Kategorie „Lexikon“

Unter Amortisationszeit versteht man den Zeitraum, in dem die installierte Stromanlage durch den erzeugten Strom die Investitionkosten wieder einspielt. Dieser Zeitraum ist natürlich von den laufenden Kosten sowie von der Einspeisevergütung und deren Laufzeit abhängig. Der Begriff “Amortisationszeit” stammt ursprünglich aus dem Wirtschaftsbreich, jedoch kann eine einfache Amortisationsrechnung auf alle Lebenslagen angewendet werden.

Als Solarabsorber oder kurz Absorber wird ein Teil eines Solarkollektors bezeichnet. Der Solar-Absorber dient zur Aufnahme (s.g.: Absorbation) der Energie aus der Sonnen. Diese in Sonnenkollektoren enthaltenen Solarabsorber bestehen im Regefall aus einer oder mehreren Absorberblechen aus Aluminium. Mittels einer Trägerflüssigkeit (Wasser und Frostschutzmittel) werden die einfallenden Sonnenstrahlen aufgenommen und zirkulieren zwischen Träger und Speichermodul. Die beste Erwärmung wird durch schwarze Absorber erreicht, jedoch besteht mittlerweile auch die Möglichkeit durch selektive Beschichtungen den Absorber zu verbessern. Und der Markt schäft nicht, denn namhafte Unternehmen bringen fast wöchentlich Neuerungen auf den Markt.

Ein Abluftventil findet sich in fast jedem Haushalt wieder. Meist werden Abluftventile in Badezimmern, WC´s und Küchen angebracht um die verbrauchte Luft schnellstmöglich aus einem Raum abzuführen.Die elektronische Steuerung dieser Ventile erfolgt meist via Schalter (ähnlich einem Lichtschalter) oder einer Fernbediehung.

Unter Biomasse versteht man die organische Substanz in einem Ökosystem, die durch Lebewesen entsteht. Als organische Substanz werden abgestorbene Organismen und organische Stoffwechselprodukte bezeichnet.

Primärproduzenten der Biomasse sind Pflanzen. Diese sind aufgrund der Photosynthese in der Lage, die Sonnenenergie in biochemische Energie zu verwandeln. Ein besonderes Augenmerk erfahren Energiepflanzen, die einen hohen Energiegehalt aufweisen. Darunter fallen die Öl aufweisenden Samen von Raps und Sonnenblume oder das Chinaschilf. Pappeln und Weiden gelten als Energieholz.

Die von Tieren freigesetzte Biomasse kann nur auf der Biomasse von Pflanzen basieren. Durch das verzehren pflanzlicher Produkte kann erst so tierische Biomasse aufgebaut werden.

Zur Gesamtproduktion der Biomasse trägt ebenso die Chemosynthese bei, die dazu benötigte Energie wird aus den anorganischen Stoffen gewonnen, die dem Erdinneren entweichen.

Die Idee der Nutzung der in Biomasse gespeicherten Energie besteht schon lange; das Verbrennen von Holz, einer organischen Substanz, setzt Energie in Form von Wärme frei und dient auch heute noch als eine tragende Energiequelle.
Flüssigbrennstoffe wie Bio-Diesel, der aus Sonnenblumen- und Rapsöl gewonnen wird, oder der aus Zuckerrohr entstehende Alkohol sind weitere Produkte der Biomasse.
Aus gasförmigen organischen Substanzen kann zusätzlich Energie gewonnen werden, die während der Gärung von organischen Abfällen aus Privathaushalten oder Industrie entsteht.

In der Wirtschaft spielt das Biomassenmanagement eine wichtige Rolle. Mit Hilfe technischer Konzepte wird der Kohlenstoffkreislauf aufrecht erhalten, wodurch Biomasse zu Rohstoffen und Energiequellen umgewandelt wird, die industriell nutzbar sind.
Ein geschlossener Kohlenstoffdioxidkreislauf ist gewährleistet: Der bei der Photosynthese aus der Atmosphäre entzogene Kohlenstoffdioxid, aus dem Biomasse entsteht, verwandelt sich bei der Energienutzung und Rohstoffgewinnung wieder zur gleichen Menge Kohlenstoffdioxid.

Die Vorteile der Biomasse sind vielfältig:
Der Bioenergieträger Biomasse ist ständig erneuerbar, lagerfähig und bei Bedarf immer nutzbar. Auf Grund gasförmiger, flüssiger und fester Aggregatzustände ist es für unterschiedliche Zwecke einsetzbar. Des Weiteren wird nicht mehr Kohlenstoffdioxid freigesetzt, wie zuvor aufgenommen.

Doch bei der Verbrennung können Stickoxide, Halogenverbindungen und aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen entstehen, die den Vorteilen der Biomasse entgegen wirken.

Mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage

Mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage

Als RESTMÜLL werden diejenigen Stoffe beschrieben, die bei der Trennung des in Haushalten und Betrieben anfallenden Mülls von Wertstoffen (Altglas, Altpapier etc.) als Rest übrigbleiben. Da die Entsorgung von Restmüll mittels mechanisch-biologischer oder thermischer Verfahren sehr aufwendig und auch kostspielig ist, wird ein restmüllloser Kreislauf angestrebt. Um das Anfallen von Restmüll zu vermeiden, versuchen beispielsweise Industrie und Gewerbe die bei der Produktion entstehenden Abfallstoffe wieder zu verwerten. Weiterhin leisten Haushalte durch die Getrenntsammlung von Wertstoffen einen beachtlichen Beitrag zur Minimierung des Restmülls.

Das Abfackeln beschreibt den Verbrennungsvorgang in offener Flamme von überschüssigen oder nicht verwertbaren Gasen, wie sie bei (petro-)chemischen Anlagen oder bei Faultürmen entstehen. Mittlerweile wird das Abfackeln aber immer seltener, da die hohen Energiepreise die Industrie dazu veranlassen alle Gase möglicht zu verwerten. Man findest jedoch tatsächlich immer noch Erdölfördungen, wo das Erdgas einfach abgefackelt wird, weil die technischen Möglichkeit zur Aufbereitung nicht vorhanden sind. So werden jährlich mehr als 40 Millionen Dollar einfach abgefackelt (Quelle)

Das Abfackeln ist sicherlich nicht die umweltfreundlichste Entsorgung der Gase, doch besser als würde man die unverbrannt an die Atmosphere abgeben. So wird zum Beispiel Methan durch das Abfackeln zu Kohlendioxid und Wasserdampf verbrannt. Das bei der Verbrennung entstehende CO2 ist zwar ein bekanntes Treibhausgas, der Treibhauseffekt von CH4(Methan) ist aber 23mal stärker.

Als Abbeizen bezeichnet man vereinfacht ausgedrückt das Entfernen alter Anstrichfarbe. Beim Abbeizen ist vorallem auf die gute Durchlüftung zu achten. Wenn möglicht würde ich sogar empfehlen das Abbeizen im Freien zu bewerkstelligen.

Vorarbeit mit der Heissluftpistole
Zuerst sollte man mit einer Heissluftpistole die grobe Vorabeit leisten. Die Hitze weicht die alte Farbe auf und mit einer Spachtel kann man diese Restbestände ganz leicht entfernen. Beim Umgang mit der Heissluftpistole sollte man unbedingt darauf achten, dass das Holz nicht versenkt wird.

Chemikalien zum Abbeizen
Da bei der mechanischen Abtragung noch zu viele Rückstände der alten Farbe bleiben werden im nächsten Schritt Chemikalien zum Abbeizen verwendet. Wenn Salmiakgeist alleine nicht ausreicht, einfach mit Spitirus mischen und schon geht die alte Farbe wunderbar ab. Eventuelle Harzrückstände müssen vor dem Beizen gründlich entfernt werden. Es gibt auch diverse andere Hilfsmittelchen, wo Ihnen jeder Tischler sicherlich sein eigenes Geheimrezept verrät.

Laugenrückstände entfernen
Um die Laugenreste gründlich von der Holzstruktur zu entfernen, sollte man diese mit einer sogenannten Natronlauge behandeln. Einfach mit dem Pinsel auf das geliebte Holzstück auftragen und wenige Minuten einwirken lassen. Sollten dann noch immer nicht alle Farbrückstände entfernt sein einfach mit einer Bürste und unter fließendem Wasser die letzten Reste abbeizen. Mit einer verdünnten Essigsäure nachbehandelt, haben wir nun definitiv alle Rückstände entfernt.

Das Abbeizen von älteren Möbelstücken stellt einen gewissen Aufwand dar, doch unter so mancher alter Farbe verbirgt sich ein wahres Schmuckstück, dass man so preiswert und einfach zu einem echten Unikat verwandeln kann.

Der Abbaugrad (degradation degree) ist der aktuelle Stand der chemischen oder biochemischen Zersetzung (Abbau). Der Abbaugrad kann entweder für Einzelstoffe oder durch verschiedene Summenparameter angegeben werden. (zB: TOC, BSB, CSB)

Die Abbaubarkeit (degradibility) bezeichnet die Eigenschaft eines Stoffes, durch chemische, biochemische oder physikalische Reaktion in kleinere Bestandteile zerlegt zu werden. Aus einer solche Reaktion können wiedrum zwei verschiedene Produkte entstehen – die Zwischenprodukte oder Metabolite sind andere Verbindungen die sich durch den Abbau ergeben oder eben die vollständige Zersetzung in atmospherische Moleküle. Im Abwasserbereich wird auch der Begriff der biologischen Abbaubarkeit verwerdet, der einen ähnlicn Vorgang in der Biologie beschreibt.

aaRdT ist die Abkürzung für die “allgemeine anerkannte Regel der Technik“. Dieser Begriff wird auch häuft in der Umwelt und Klimatechnik verwendet.