Bei der Entscheidungsfindung des passenden Heizsystems für den Neubau ist entgegen aktueller Debatten über Klimaschutz und Emissionen nicht die Frage ob herkömmlich oder alternativ ausschlaggebend, sondern schlicht und einfach nur die Höhe der künftigen Heizkosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Kampagne „Klima sucht Schutz“ welche rund 1.000 „Neubauer“ nach ihren Vorlieben und Motiven für die Wahl des Heizsystems befragt hat.
Zuvor konnten die Befragten durch den interaktiven Ratgeber „Heizkosten im Neubau“ fünf verschiedene Systeme miteinander vergleichen. Hier wurde zwischen Heizöl, Erdgas, Fernwärme, Pellets und der Wärmepumpe verglichen. Dabei fiel die Entscheidung der Bauherren in den meisten fällen nicht auf das System mit den geringsten Co2-Emissionen.

Dr. Johannes Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen Co2online GmbH und Projektträger der Klimaschutzkampagne erklärte daraufhin, das man in Zukunft wohl noch stärker auf die Bedeutung emissionsarmer Heizsysteme für Neubauten hinweisen müsse. Das die Kostenvorteile im Moment noch für den Kauf von weniger Umweltfreundlichen Heizsystemen sprechen, ist letztlich eine der größten Hürden die es zu überwinden gilt um Bauherren für den Einbau umweltfreundlicher Systeme zu sensibilisieren. Als bemerkenswert bezeichnete Hengstenberg das veränderte Interesse der Ratgebernutzer, die sich weniger für die fossilen und dafür mehr für die alternativen Energieträger interessierten und sieht hierin auch einen ersten Erfolg der staatlichen Förderung von alternativen und regenerativen Heizsysteme wie Solaranlagen und Wärmepumpen. Mehr als jeder zweite „Häuslebauer“ nutzt oder plant demnach bisher die Inanspruchnahme von staatlichen Fördermitteln.

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