Neueste Studie zeigt lebensbedrohende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Manuel Graf, Klimasprecher von GLOBAL 2000, bemüht sich gar nicht erst, die Tatsachen schön zu reden: „Die nächste globale Krise, nämlich die Klimakrise, wird Menschenleben kosten.“ Es ist nicht die erste Warnung dieser Art, und voraussichtlich auch nicht die letzte. Doch die Scheuklappenmentalität ist in unserer Gesellschaft so tief geprägt, dass Viele immer noch aus Angst bei diesen Themen lieber weghören oder Fakten herunterspielen. Die neu veröffentlichte Studie ist eine Chance, endlich aufzuwachen und aktiv zu werden.

Die Studie „Managing the health effects of climate change”, von Global2000 in “The Lancet” veröffentlicht, prognostiziert drastischen Auswirkungen, die die globale Erwärmung auf die menschliche Gesundheit hat. Ernteeinbußen und Hungersnöte drohen aufgrund von Überschwemmungen und Dürren. Die Lebensräume von über 600 Millionen Menschen in küstennahen Gebieten sind bedroht. Die Erwärmung begünstigt die Ausbreitung von Tropenkrankheiten, Hitzewellen und abnorme Klimaschwankungen werden Tausende Todesopfer fordern. Die aktuelle Rechnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): 150.000 Todesfälle werden auf das Konto des Klimawandels gehen.

Besonders stark betroffen sind dabei so genannte Entwicklungsländer, zumal sie auch kaum die technischen und finanziellen Möglichkeiten besitzen, entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen oder sich der neuen Situation entsprechend zu entwickeln. Doch das ist kein Anlass für die Industrieländer, sich unbeteiligt zurück zu lehnen, da es ja nur die „anderen“ betrifft – im Gegenteil. Es ist allerhöchste Zeit, Verantwortung zu übernehmen.  „Es geht nicht an, dass die industrialisierten Staaten die letzten Tropfen Öl verschwenden, während die ärmsten Menschen in den Entwicklungsländern großen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind, ja sogar aufgrund der Folgen des Klimawandels sterben“, zitiert Ökonews den empörten Manuel Graf. Die Forderung von GLOBAL 2000 ist eindringlich und deutlich – und sollte gehört werden: Österreich und die anderen Industrienationen sollen sich im Hinblick auf die Kopenhagener Klimaverhandlungen klar zu entscheidenden inländischen Emissionsreduktionen (40% gegenüber 1990) bekennen und den Entwicklungsländern weitgehende finanzielle und technische Unterstützung zukommen lassen. Dies sei laut GLOBAL 2000 dringend notwendig, um überhaupt erst  Anpassungen und Emissionsminderungen zu ermöglichen.

Quelle: Oekonews.at

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