Neuer Bachelor-Studiengang ab Wintersemester 2009/10

Ingeneure und Ingeneurinnen mit qualifizierter Fachausbildung im Gebiet der erneuerbaren Energien und Verfahren zur Steigerung der Energieeffizienz stehen hoch im Kurs. Diese Branche der Zukunftstechnologien steht in Deutschland in den Führungsreihen der wachstumsstärksten Wirtschaftsbranchen, und auch international steigt die Nachfrage, wie heizweb.de gestern berichtete. Mit dem neuen Studienlehrgang „Erneuerbare Energien“ bildet die Uni Stuttgart international ausgerichtetes Fachpersonal mit ausgezeichneten beruflichen Chancen am Arbeitsmarkt aus.

Das interdisziplinär aufgebaute Studium vermittelt die spezifischen technischen und physikalischen Prinzipien der unterschiedlichen Formen von Energiewandlung. Angeboten werden Module aus Elektrotechnik, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik und Informatik. Insgesamt besteht der Studiengang aus einer Kooperation von 21 Instituten aus sieben Fakultäten zusammen.

Das Grundstudium baut auf ingenieur-, mathematisch- und naturwissenschaftliche Grundlagen, ab dem vierten Semester spezialisieren die Studenten sich auf einen von drei Schwerpunkten: „Thermische Energiesysteme“, „Elektrische Energiesysteme“ oder „Kinetische Energiesysteme“. Nach Abschluss des Bachelor haben die Studenten die Wahl, sich für verschiedene vertiefende Masterstudiengänge einzuschreiben.

Anwendbar ist das Studium für ingenieur- und naturwissenschaftliche im privaten, kommunalen und industriellen Bereich. Die Studierenden können Wirtschaftskonzepte zur Effizienz der unterschiedlichen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien erstellen, von Wasserkraft, Biomasse und Windenergie bis Photovoltaik.

Die Uni Stuttgart ist ein renommiertes Institut auf dem Gebiet der Forschung erneuerbarer und alternativer Energien, besonders von Wind- und Solarenergie. Bereits Anfang der 1950er Jahre haben Forscher der Universität Vorläufermodelle moderner Windenergieanlagen entwickelt und in den Siebzigern intensive Forschung in den Bereichen Solarthermie, solarem Wasserstoff und Photovoltaik betrieben. Ihre Pioniersposition unterstrich die Universität mit der Einrichtung des ersten deutschlandweiten Lehrstuhl für Windenergie 2004 und 2008 für Wasserkraft.

Quelle: oekonews.at

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