Nokia führt Liste weiterhin an, Nintendo bleibt auf letztem Platz.

Bereits zum elften Mal veröffentlichte Greenpeace den Ratgeber „Guide to Greener Electronics“. Mit dieser Publikation klärt die Organisation die Öffentlichkeit über umweltschonende IT-Hersteller und Umweltsünder aus der Branche auf. Nokia führt nach wie vor die Spitze des grünen Rankings an, gefolgt von Samsung und Sony. Philips und Apple stiegen positiv auf, während die PC-Erzeuger Hewlett-Packard, Dell und Lenovo wegen nicht eingehaltener Versprechen auf die hinteren Ränge verbannt wurden. Schlusslicht ist wie schon im letzten Jahr Nintendo.

Greenpeace prüft Unternehmen auf die Umsetzung des international geförderten Themas „Green-IT“. Ausschlaggebend für die Positionierung im Ranking sind dabei die drei Kriterien gefährliche Chemikalien, Energie und Elektronikschrott. Seit der Ratgeber seit 2006 vierteljährlich erscheint, setzen große Elektronikhersteller innovative Maßnahmen, ihre Produktion ökologisch zu optimieren.

Einer der Hauptkritikpunkte ist die Produktion mit Polyvinylchlorid (PVC) und bromierten Flammschutzmitteln (BFR). Führende PC-Hersteller gaben ihre Zusage, die Umweltgifte bis Ende 2009 aus ihrer Produktion zu verbannen. Vorbildlich Wort gehalten haben Apple und Acer. HP, Dell und Lenovo zogen ihre Zusagen wieder zurück, wobei Dell und Lenovo immerhin teilweise umweltgiftfreie Produktlinien in ihrem Sortiment führen. Den größten Sprung in der Liste schaffte Philips. Das Unternehmen arbeitete sich mit einer verantwortungsvollen Recycling-Politik vom 15. auf den 4. Platz vor. Noch letztes Jahr hatte Philips sich der Herstellerverantwortung bei der Entsorgung von E-Waste entzogen.

Die erfreuliche Nachricht ist, dass alle Hersteller ihr Umweltbewusstsein bei den Energiekriterien merklich steigerten. So gab Samsung das Ziel bekannt, die CO2-Emissionen im Sinne des Klimaschutzes merklich zu senken. Der finnische Spitzenreiter Nokia punktet auch mit vorbildlicher Energieeffizienz: Der Handyhersteller bezieht bereits ein Viertel des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen.

Undurchsichtig gibt sich Microsoft. Trotz seines offiziellen Rufes nach grüner IT legte die Firma die erforderlichen Daten nicht ausreichend offen und ist wie in den letzten Jahren in den hinteren Reihen der Liste vertreten.

Quelle: computerzeitung.de

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