Austro-Technologie hält Siegeszug auf deutschem Pelletkesselmarkt

Österreichs Pelletkessel-Hersteller haben es in Deutschland zu Prominenz gebracht. Die österreichische Heizungstechnologie erobert den deutschen Markt und nun auch die Kulturhochburg des großen Nachbarstaats: Der 100.000 deutsche Pelletkessel wurde im Heizkeller der Urenkelin Richard Wagners installiert. Katharina Wagner ist die Leiterin der Bayreuther Festspiele.

Die symbolische Installation der Anlage markiert die Wende auf dem Hoffnungsmarkt Deutschland. Bislang liegt der Anteil von Pellets-Heizungen am Markt alternativer Energien dort bei 5 Prozent, erklärtes Ziel sind 18 Prozent bis 2020. Manfred Faustmann, Geschäftsführer von Windhager Zentralheizung, erwartet einen massiven Ausbau der internationalen Führungsposition Deutschlands am Pellet-Markt, das mit 100.000 vollautomatischen Pellet-Zentralheizungskesseln weltweit bereits heute die absolute Nummer Eins ist.

Bereits im vergangenen Jahr zeichnete sich der Vormarsch der alternativen Technologie am deutschen Markt deutlich ab. Der deutsche Pelletverband DEPV meldete den Durchbruch der 1,5 Mio Tonnen-Marke und rechnet bis Ende 2009 mit einem Zuwachs von 20-30 Prozent. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise setzt das Salzburger Unternehmen Windhager darauf, dass immer mehr Menschen umdenken und auf energiesparende Heizmethoden umsteigen und hofft, durch attraktive Pelletpreise das Verkaufsergebnis von 2008, das eines der besten seit der Firmengründung war, 2009 zu überbieten. Seit 1992 verkauft Windhager mit der eigenen deutschen Niederlassung über rund 1000 Partner-Installateure Pellet-Heizungen mit steigender Tendenz.

Grund für die Verbreitung der Pelletkessel ist unter anderem die stabile Fördersituation in Deutschland. Dort existiert – anders als in Österreich – eine einheitliche Bundesförderung, die plus zusätzlicher Umwelt-Boni mit einem Zuschuss von mindestens 1.500 Euro einen Anreiz für den Umstieg auf die umweltschonenden Pellets bietet. Nachdem Bayern als erstes Bundesland die österreichische Pelletwelle übernahm, konzentriert Windhager sich nun mit der Niederlassung in Niedersachsen auf Nordwestdeutschland.

Quelle: Oekonews.at

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