Mit Hilfe von Algen soll zukünftig der Klimawandel bekämpft und zeitgleich Biodiesel hergestellt werden. Was sich wie eine etwas utopische Idee anhört, könnte doch zeitnah Realität werden. Bereits in drei Jahren will der Biologe Otto Pulz mit dieser Idee die Marktreife erreichen. Mirkoalgen sollen mit Hilfe von Lichtenergie und CO2 Sauerstoff und ölhaltige Biomasse erzeugen. Mit diese Theorie würde man gleich zwei Probleme auf einmal in Angriff nehmen, denn einerseits könnte man so die CO2 Reduktion vorantreiben und gleichzeitig die ölhaltige Biomasse produzieren. Diese Mircoalgen leben im Wasser, egal ob Salzwasser oder Süßwasser, somit wäre auch genug Lebenraum verfügbar, denn wie bekannt besteht unsere Erdkugel aus mehr als 70 Prozent Wasser,

Im Moment arbeiten die Forscher daran, die profitabelste Algensorte ausfindig zu machen, so Heike Frühwirth, die Forschungsleiterin bei BioBiesel International. Sinnvoll wäre es diese sogenannten Algenreaktoren in unmittelbarer Näh eines kalorischen Kraftwerks anzusiedeln. Genau dort, wo das CO2 produziert wird. Das Treibhausgas muss dann anstatt in die Atmosphere in die Algenkultur eingepumpt werden und schon fangen die Algen an zu arbeiten. Die Algen können ihre Masse bei idealen Bedingungen mehrmals täglich verdoppeln und können so regelmäßig geerntet werden.

Die Biomasse der Algen kann dann relativ einfach in einem Biodiesel Werk zu Krafstoff verarbeitet werden. Der Großteil der Biodiesel Anlagen, die momentan betrieben werden können auch bereits diese Algenbiomasse verarbeiten. Otto Pulz nennt einen Betrag in der Höhe von 7,5 Milliarden Euro der jährlich mit Algen bereits jetzt schon umgesetzt wird. Das Rennen um das erste Algenkraftwerk ist bereits jetzt gestartet. So soll es Spanien sein, wo der erste Algenreaktor in Betrieb genommen werden sollte. Für ein Binnenland wie Österreich ist diese Methode anscheinend nicht sonderlich relevant, da wir doch begrenzte Wasserressourcen haben.

Quelle:der Standard

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